Deutscher Gewerkschaftsbund

17.12.2015

Heilbronn auf dem Weg

Handlungsprogramm Wohnen ein Schritt in die richtige Richtung

 

Während der Wohnraum unter anderem durch den Zuzug von Studenten und durch die verstärkte Zuwanderung vor allem im preiswerten Segment immer rarer wird, wächst auch die Erkenntnis, dass hier planerisch und strategisch eingegriffen werden muss.

Es gilt eine über Jahre fehlgelaufene Politik im Bereich des Wohnungsbaus zu korrigieren Die Grundlagenermittlung des durch OB Harry Mergel initiierten Handlungsprogramms „Wohnen in Heilbronn“ galt als Signal zur Wende. Die vor einem Jahr formulieren Ziele müssen jetzt durch wirksame Maßnahmen konkretisiert werden.  „Besonders die Frage einer allgemeinverbindlichen Quote ist aus Sicht des „Netzwerk Wohnen“ ein wichtiger Baustein, der bislang leider noch nicht im Programm Einzug gehalten hat“ so Birgit Bunse-Weber (Diakonie). Sie ist überzeugt: „Mit den geplanten 60…80    Sozialwohnungen für 2016 wird bestenfalls der dringende Neubedarf, vor allem für die Flüchtlinge, gedeckt. Deutlich mehr Sozialwohnungen können nur entstehen, wenn alle Bauherren auch zum Bau von Sozialwohnungen verpflichtet werden.“Sie begrüßt außerdem die verstärkte öffentliche Förderung von Mietwohnungsbau in den Städten. „Eine Stadt lebt von den Menschen und ihrer Vielfalt und diese Menschen brauchen auch bezahlbaren Wohnraum!“

Hasso Ehinger (Sozialforum) lenkt den Blick darauf, dass die Quote natürlich nur dann ihren Zweck erfüllen kann, wenn auch Flächen zum Wohnungsbau zur Verfügung stehen und rückt dabei die Bodenpolitik in den Blick und betont: „Angesichts der knappen Flächen für Geschosswohnungsbau muss unbedingt auch im Neckarbogen ein großer Beitrag für den sozialen Wohnungsbau geleistet werden.“

Silke Ortwein (Sozialforum) ist sich sicher: „Erst alle Maßnahmen zusammen, wie die Förderung von sozialem Wohnungsbau, die Einführung einer Quote und nicht zuletzt eine entsprechend ausgerichtete Bodenpolitik bilden die Grundlage für die sozial nachhaltig geplante und organisierte Stadt der Zukunft.“

 

Anmerkung:

Das Netzwerk Wohnen ist ein breites Bündnis aus diversen mit dem Thema Wohnen Befassten: Darunter AK Wohnen, Nordstadtbürger, Soz. Zentrum Käthe, Mieterbund, Aufbaugilde, Diakonie, KAB, Sozialforum Heilbronn und diversen Einzelpersonen, das sich bereits Mitte 2014 gegründet hat.


Nach oben

Zuletzt besuchte Seiten