Deutscher Gewerkschaftsbund

12.04.2018
Königsbronner Friedensgespräche

Königsbronn: „Atomwaffen für Deutschland - warum nicht?“

Vortrag von Andreas Zumach, taz-Korrespondent am Sitz der UN in Genf

zerbrochenes Gewehr

DFG-VK

Königsbronner Friedensgespräche

Vortrag von Andreas Zumach (taz-Korrespondent am Sitz der UN in Genf)

Andreas Zumach ist Korrespondent für die TAZ und andere Medien am Sitz der UN in Genf.
Sein Thema: „Atomwaffen für Deutschland - warum nicht?“

In jedem Jahr errechnen US-Atomwissenschaftler, wie knapp die Welt vor dem nuklearen Untergang steht: Der Zeiger der Doomsday Clock (Weltuntergangsuhr) wurde im Januar 2018 erneut in Richtung Mitternacht gerückt. Sie steht nun auf 2 vor Zwölf.
Nun versammeln sich am 14. April 2018 wieder Militärs und konservative Politiker zum „Königsbronner Gespräch“ - leider nicht, um Wege zur Abschaffung von Atomwaffen zu diskutieren.
Um den Wahnsinn dieser Politik aufzuzeigen, wird sich das diesjährige Königsbronner Friedensgespräch mit der atomaren Rüstung und den damit verbundenen zivilen und militärischen Gefahren auseinandersetzen.

Atomwaffen abschaffen und ächten! Es ist zwei Minuten vor zwölf Uhr!

In Büchel (Rheinland-Pfalz) sind circa 20 Atombomben stationiert. Dort üben Soldaten der Bundeswehr, diese Atombomben im Kriegsfall mit Bundeswehr-Flugzeugen ins Ziel zu fliegen. Im März 2010 forderte die große Mehrheit des Bundestages die Bundesregierung auf, sich innerhalb der NATO und bei der US-Regierung für den Abzug dieser in Deutschland gelagerten Atomwaffen einzusetzen. Wir fordern, dass dieser Beschluss endlich in die Tat umgesetzt wird! Am 7. Juli 2017 beschlossen 122 Staaten, den UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen zu unterstützen. Die Bundesregierung und andere NATO-Staaten boykottieren diesen Vertrag bis heute. Die Internationale Kampagne für die Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) wurde im Dezember 2017 für den bahnbrechenden Einsatz für das UN-Atomwaffenverbot geehrt.

Georg Elser, ein entschiedener Gegner des Faschismus und des Militarismus

Aus Königsbronn stammt Georg Elser, ein entschiedener Gegner des Faschismus und Militarismus. Er wollte den Zweiten Weltkrieg verhindern, indem er versuchte, Adolf Hitler zu töten. Sein Bombenanschlag scheiterte nur knapp. 1945 wurde Georg Elser von den Faschisten ermordet. Unsere Veranstaltungen richten sich auch gegen die Vereinnahmung des Antimilitaristen Georg Elsers durch die Bundeswehr.

 

Donnerstag, 12. April 2018

19:00 Uhr

Hammerschmiede Königsbronn (Herwartstraße 2, 89551 Königsbronn)

Unterstützer: DGB Ostalbkreis und Heidenheim, amnesty international Aalen, Bündnis 90 / Die Grünen Kreisverband Heidenheim, Aalener Bündnis für den Frieden, Mahnwache Ellwangen, Deutsche Friedensgesellschaft-VK, NaturFreunde, DIE LINKE Kreisverbände Heidenheim und Ostalb, DKP Heidenheim und Ulm, Offener Treff gegen Krieg und Militarisierung Stuttgart, SDAJ Baden-Württemberg. Veranstalter: Bündnis gegen die Königsbronner Gespräche.


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