Deutscher Gewerkschaftsbund

15.08.2017

DGB gegen rechte Argumente

Argumente gegen rechts

DGB

Warum gibt der Deutsche Gewerkschaftsbund eine Broschüre gegen rechte Argumente heraus?

Überall in Europa sind rechte und rechtsradikale Parteien auf dem Vormarsch. In Ungarn und Polen sind sie Regierungsparteien, in anderen europäischen Staaten standen sie kurz davor, wie der Front National in Frankreich. In Großbritannien repräsentiert die Brexit-Partei UKIP den Mehrheitswillen und in Deutschland erreicht die AfD in Landtagswahlen zwischen 5 und 20 Prozent der Wahlstimmen. Die Programmpunkte dieser Parteien sind dem informierten Zeitgenossen gar nicht unbekannt: Sie sind für das Volk, das einfache und anständige, für die Kernkraft und die Familie, gegen Gender-Mainstreaming, gegen Brüssel und den Euro, gegen Amerika und für Putin. Vor allem aber – und damit gewinnen sie die Wahlen nicht nur in Deutschland und Sympathisanten auch unter Gewerkschaftsmitgliedern: Sie sind gegen Geflüchtete, gegen Ausländer, gegen den Islam, für Leitkultur und Volksgemeinschaft.

Uwe Laubach, der erste Bevollmächtigte der IG Metall in Eisenach drückte es vor kurzem so aus: »Wir haben es in unserer Organisation in nennenswertem Umfang mit AfD-Anhängern und Leuten mit ähnlichen Positionen zu tun. Nun stehen wir vor der Frage: Was machen wir mit denen? Auf diese Frage will diese Broschüre eine Antwort geben.

Aus der Perspektive der parteipolitisch ungebundenen politischen Organisation sind die in der Broschüre genannten Argumente gegen Rechts zu verstehen. Sie will den Nachweis führen, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sich selbst schaden, wenn sie rechte bzw. rechtsradikale Positionen vertreten. In diesem Sinne unterscheidet sich die vorliegende Broschüre des DGB auch von der einen oder anderen Veröffentlichung zum Thema. Im Mittelpunkt sollen auch hier die Interessen und Probleme von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern stehen sowie die Angebote der Rechten an ihre Interessen. Diese sollen einer Prüfung unterzogen werden. Das Ergebnis ist im Titel der Broschüre vorweggenommen: Wir halten den Nationalismus (nicht nur) der Rechten für einen Fehler für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und wollen in dieser Broschüre zeigen, warum.


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