Deutscher Gewerkschaftsbund

12.05.2016

Antimuslimischer Rassismus und die Radikalisierung von rechts

in Kooperation mit dem Bündnis „Heilbronn sagt Nein“ und dem DGB Heilbronn

Tagtäglich erreichen uns neue Bilder von brennenden Flüchtlingsunterkünften, wir hören Nachrichten über Demonstrationen von Pegida oder deren Ableger gegen die Islamisierung des Abendlandes und begegnen der öffentlichen Hetze gegen Muslim_innen in Internetforen. Die rund vier Millionen Muslime in Deutschland werden von rechten Kreisen pauschal als Aggressoren stilisiert, die angeblich Terrorismus gutheißen und Frauen verachten

Laut jüngeren Studien sind Vorurteile gegen Muslime bis hin zu feindlichen Einstellungen und Diskriminierung nicht nur am rechten Rand weit verbreitet, sondern bis in die Mitte unserer Gesellschaft vorgedrungen. Die Ankunft zahlreicher muslimischer Flüchtlinge in Deutschland sowie die steigende Gewaltbereitschaft gegen die Schutzsuchenden lassen eine gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den Muslimen in unserem Land akut werden.

Gemeinsam mit Expert_innen aus Politik und Wissenschaft wollen wir über die Stigmatisierung und Diskriminierung von Muslim_innen sprechen und der Frage auf den Grund gehen, ob es sich hier um ein gesellschaftliches Randphänomen rechtsextremer Gruppierungen handelt oder dies sogar quer durch alle Schichten und politischen Einstellungen in Deutschland zu finden ist. Wie kann gegen rechte Stimmungsmache und Hetze gegen den Islam und seine Anhänger vorgegangen werden und welchen Beitrag können Politik und muslimische Vertretungen hierzu leisten?

 

PROGRAMM:

19.00 Uhr Begrüßung: Ellen Esen, Fritz-Erler-Forum der FES

19.15 Uhr Einführungsvortrag:

Muslime in Deutschland - schutzlos und diskriminiert?
Sarah Hepp, cand. M.A. Europastudien, Aachen

19.45 Uhr Diskussion im Fishbowl-Format:

- Frank Buchheit,
  Diplom Pädagoge und Experte für Radikalisierungstendenzen, Stuttgart
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Isabel Cademartori,
  Landesvorsitzende der AG Migration und Vielfalt der SPD Baden-Württemberg, Mannheim
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Ruhan Karakul,
  Co-Vorsitzende der Alevitischen Gemeinde in Baden-Württemberg,
  Juristin beim Zentralrat der Sinti und Roma, Heidelberg
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Meri Uhlig, 
  
Integrationsbeauftragte der Stadt Karlsruhe

Moderation: Silke Ortwein, Vorsitzende des DGB Kreisverbandes Heilbronn

21.00 Uhr Ende der Veranstaltung

 


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