Deutscher Gewerkschaftsbund

18.06.2020

Beschäftigungseffekte nachhaltiger Mobilität

Online-Vortrag und Dikussion mit Dr. rer. pol. Wolfgang Schade (M-five, Studienleiter) und Luisa Sievers (Fraunhofer ISI, Mitautorin der Studie)

Fahrradparkhaus Rotterdam

Fahrradparkhaus Rotterdam CC BY 1.0, Philipp Böhme

Im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung erforscht das wissenschaftliche Institut M-five, sowie das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) im Rahmen der Studie «Beschäftigungseffekte nachhaltiger Mobilität» eine Frage, die auch für Baden-Württemberg zentral ist: Wie wirkt sich eine – ökologisch dringend erforderliche – Mobilitätswende, also die Umverlagerung des Individualverkehrs auf öffentlichen Personenverkehr und Sharing-Angebote, eine Stadtplanung, die sich am Ideal der «Stadt der kurzen Wege» orientiert, sowie die Veränderungen der Antriebstechnik bei PKWs gesamtwirtschaftlich auf die Beschäftigung und Arbeitsplätze aus?

Seit 2016 erforscht ein Team um Studienleiter Wolfgang Schade (M-five, Karlsruhe) diese Fragen, wobei 3 Szenarien für das Jahr 2035 verglichen werden. Ein erstes, das den Verkehrsmix des Jahres 2015 zugrunde legt und diesen bis 2035 fortschreibt. Sowie zwei Szenarien einer Mobilitätswende:

  • Multi-Modalität-2035 (MM-35): Das Szenario in dem durch Stärkung der Bahn im Nah- und Fernverkehr, von Sharing-Angeboten mit (Elektro-) PKW und Fahrrädern Multi-Modalität zum dominanten Mobilitätsverhalten im Personenverkehr wird.
  • E-Straße-2035 (ES-35): Das Szenario in dem der Straßenverkehr nahezu vollständig elektrifiziert wird aber weiterhin das Mobilitätsverhalten dominiert (bei gleichzeitig ebenfalls gestärktem Umweltverbund).

Anhand umfangreicher Datensätze werden die Beschäftigungseffekte unter Berücksichtigung unterschiedlicher Dimensionen quantifiziert: in räumlicher Dimension aufgeschlüsselt auf die Ebene einzelner Landkreise, sowie nach Wirtschaftszweigen und zugeordnet zu verschiedenen Verkehrsträgern sowie verbundenen Industrien wie der IT-Branche. Mithilfe der Studie sollen Antworten u.a. auf folgende Fragen gegeben werden:

  • Sind verschiedene Szenarien nachhaltiger Mobilität denkbar?
  • Wie verschiebt sich die Beschäftigung in einem bahn-dominierten Szenario?
  • Wie sieht die zukünftige Beschäftigung in einem E-Mobilitäts-Szenario aus?
  • Entsteht durch nachhaltige Mobilität eine andere regionale oder sektorale Verteilung der Beschäftigung als heute?
  • Welchen Einfluss hat nachhaltige Mobilität auf die Gesamtbeschäftigung?

Die Studie im Auftrag der DGB-nahen Hans-Böckler-Stiftung liefert einen spannenden Beitrag zur Beantwortung der Frage, wie in welchem Verhältnis Mobilitätswende und Beschäftigungssicherung stehen und welche politischen Forderungen und Steuerungen sich hieraus ableiten lassen.

Wir freuen uns Wolfgang Schade und Luisa Sivers am 18. Juni 2020 zu einer Präsentation der Ergebnisse, der soeben veröffentlichten Arbeit begrüßen zu dürfen. Aus Gründen des Infektionsschutzes findet diese Veranstaltung online statt.

Weitere Informationen zur Studie, sowie zu den bisher veröffentlichten Ergebnissen finden Sie unter den folgenden Links:
https://m-five.de/nationales_projekt05.html
https://www.boeckler.de/11145.htm?projekt=2016-974-1

Veranstaltung in Kooperation zwischen der Rosa-Luxemburg-Stiftung und dem DGB-Stadtverband Stuttgart

Beschäftigungseffekte nachhaltiger Mobilität
Online-Videovortrag und -diskussion als Livestream

18.06.2020, 18:30 - 20:30 Uhr

Die Diskussion verfolgen unter: https://www.facebook.com/RLSBW/live
Ein eigener Facebook-Account ist dafür nicht nötig.

Die Diskussion verfolgen und anschließend mitdiskutieren im «Zoom-Meeting»:
https://us02web.zoom.us/j/89333448264 Meeting-ID: 893 3344 8264

Zur Durchführung des Online-Meetings verwenden wir «zoom». Hinweise zur Datenverarbeitung finden Sie unter: https://www.rosalux.de/dsgvo-zoom


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