Deutscher Gewerkschaftsbund

19.07.2014

Fahrradtour für die Abschaffung aller Atomwaffen


Weltweit gibt es immer noch etwa 17.000 Atomwaffen im Besitz von neun Ländern. Davon sind circa 2.000 in ständiger Alarmbereitschaft. Im Rahmen der sogenannten nuklearen Teilhabe der NATO sind weiterhin US-Atombomben in Europa stationiert, auch in Deutschland etwa 20 in Büchel in der Eifel.

1.000 Milliarden Dollar wollen die USA in den nächsten dreißig Jahren für atomare Rüstung und neue Atomwaffen ausgeben. Allein zehn Milliarden Dollar für ein Programm, das auch die Atombomben in Büchel beinhaltet. Geplant sind neue Atomwaffen und die Umwandlung der bisherigen in zielgenaue Atomwaffen. Damit sinkt die Schwelle für ihren Einsatz.

Dieses Vorhaben widerspricht dem Bundestags-Beschluss vom März 2010, bei dem parteiübergreifend von einer breiten Mehrheit der Abzug der Atomwaffen von deutschem Boden gefordert wurde.

Ebenso widerspricht dieses Vorhaben der Ankündigung des US-Präsidenten Obama im Jahr 2009, als er in Prag von einer atomwaffenfreien Welt sprach.

Atomwaffen wurden zum ersten Mal 1945 eingesetzt. Binnen Sekunden wurden in Hiroshima und Nagasaki mehr als 200.000 Zivilisten getötet. Zahlreiche Menschen erlitten schwerste Verletzungen. Genetische Schäden, ausgelöst durch die radioaktive Strahlung, belasten noch heute die nachfolgenden Generationen.

Atomwaffentests wie in Nordkorea tragen zur Verunsicherung in der Welt bei. Atombombentests belasten das Erdreich, die Atmosphäre und die Meere.

Der Atomwaffensperrvertrag muss von allen Staaten, auch von Israel, Indien und Pakistan unterzeichnet werden, soll der Weltfrieden nicht weiter gefährdet werden.

Die katastrophalen humanitären Folgen von Atomwaffen sind in den letzten zwei Jahren ins Zentrum der Diskussion über nukleare Abrüstung gerückt. Über 120 Staaten fordern, dass Atomwaffen aufgrund dieser Konsequenzen „nie wieder und unter keinen Umständen mehr eingesetzt“ werden sollen. Bisher verweigert Deutschland seine Unterschrift.

Wir tragen Verantwortung für diese Erde. Nur ein internationaler Verbotsvertrag für Atomwaffen hilft, dieses Leid abzuwenden. Atomwaffen müssen weltweit verschrottet werden. Dafür setzen wir uns ein, gemeinsam mit den Mayors for Peace –BürgermeisterInnen für den Frieden, einer internationalen Vereinigung von 5.900 BürgermeisterInnen in 156 Ländern und der Kampagne‚ atomwaffenfrei jetzt.

Strecke: Start und Ziel in Kirchheim/Teck

Kirchheim/Teck – Schlierbach -  Bünzwangen - Ebersbach - Reichenbach - Plochingen - Altbach - Esslingen - Deizisau – Wernau - Köngen  -  Wendlingen - Ötlingen - Kirchheim/Teck

Die Regio-Tour will kein Wettrennen sein, sondern ein gemeinsames Radeln für eine atomwaffenfreie Welt. Jede/r kann unterwegs ein- und aussteigen. Die Strecke ist rund 60km lang und der Schnitt wird bei 16 km/h liegen. Die Räder sollen bunt geschmückt sein, damit das Friedensanliegen sichtbar wird.

Zeitplan: 

 9:30 Uhr Treff/Auftakt Kirchheim/Teck Rathaus
10.00 Uhr* Start in Kirchheim/Teck, Rathaus                                  
10.30 Uhr Schlierbach, Hauptstraße                                            
10.50 Uhr Bünzwangen, Ebersbacher Str.                                    
11.00 Uhr* Ankunft Ebersbach, Rathaus                                       
11.30 Uhr Abfahrt Ebersbach                                                      
11.45 Uhr Reichenbach, Stuttgarter Straße                                   
12.00 Uhr Plochingen, Esslinger Straße                                       
12.15 Uhr Altbach , Esslinger Straße                                            
13.00 Uhr* Ankunft Esslingen, Rathaus                                        
13.30 Uhr Abfahrt Esslingen                                                       
14.10 Uhr Deizisau,Plochinger Straße                                          
14.35 Uhr Wernau, Quadrium Stopp 20 min                              
15.00 Uhr Abfahrt Wernau                                                         
15.15 Uhr Köngen , Plochinger Straße                                          
15.30 Uhr  Wendlingen                                                                 
15.45 Uhr Ötlingen                                                                      
16.00 Uhr Ankunft Kirchheim, Rathaus                                                 

* Kommen Sie zur Kundgebung zum Rathaus

Teilnahmebedingungen:

- Jede/r sollte sich die Strecke zutrauen
- Gefahren wird im geschlossenen Feld  mit  Polizeibegleitung.
- Die Straßenverkehrsordnung ist  zwingend   einzuhalten.
- Jede Teilnahme erfolgt auf eigene Verantwortung und Gefahr
- Es besteht die dringende Empfehlung, mit Radhelm zu fahren.
- Das Fahrrad muss verkehrssicher sein.
- Bei Defekten kann man im ‚Besenwagen’ bis zum nächsten Ort mitfahren.


BürgermeisterInnen für den Frieden 

 

(Mayors for Peace)
Landrat Heinz Eininger im Kreis Esslingen
Landrat Edgar Wolff im Kreis Göppingen
Oberbürgermeister Dr.Jürgen Zieger, Esslingen
Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker, Kirchheim/Teck
Oberbürgermeister Otmar Heirich, Nürtingen
Bürgermeister Sepp Vogler, Ebersbach
Bürgermeister Bernhard Richter, Reichenbach
Bürgermeister Frank Buß, Plochingen
Bürgermeister Wolfgang Benignus, Altbach
Bürgermeister Nicolas Fink, Aichwald
Bürgermeister Thomas Matrohs, Deizisau
Bürgermeister Armin Elbl, Wernau
Bürgermeister Steffen Weigel, Wendlingen
Bürgermeister Matthias Ruckh, Wolfschlugen
Bürgermeister Günter Riemer, Kichtheim/Teck 

 


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