Deutscher Gewerkschaftsbund

12.09.2013

Tatort Betrieb

Tatort Betrieb

IGM


Kann die Würde des Menschen heute im Betrieb sanktionslos verletzt werden?

Den täglichen Wahnsinn in Betrieben - „institutionellen Rechtsmissbrauch“ bis hin zum Rechtsbruch - stoppen!

 

Am 12. September fand eine Krisenberichterstattung von Betroffenen aus der Arbeitswelt statt, bei der es um Beschäftigte ging,

  • die durch den Wunsch nach einer Betriebsratsgründung ins Fadenkreuz gelangt sind,

  • die als Betriebsräte zunehmend unfairen Praktiken des Arbeitgebers ausgesetzt sind,

  • die als Beschäftigte benachteiligt werden, wenn sie ordnungsgemäße Arbeitsbedingungen und die Rechte von Kolleginnen und Kollegen einfordern,

  • die als Beschäftigte sanktioniert werden, wenn sie sich mit bedrohten Interessenvertretungen solidarisieren, u.a.,


    und was geändert werden muss, um das zu beenden!

 

Die Rechte von Beschäftigten und die Mitbestimmung zu beschneiden: das ist längst Praxis in vielen Betrieben. Dies ist immer offener formuliert auch Anliegen von Vertretern der Arbeitgeberlobby geworden. 

Denn alles, was das hemmungslose Schalten und Walten einer Unternehmensleitung hindert, wollen jetzt viele Arbeitgeber aus dem Wege räumen – alles, was „Heuern und Feuern” hindert, sollte auch politisch beiseite geschafft werden.

Gezielt stehen zunehmenden auch aktive Gewerkschaftsmitglieder und Betriebsräte auf der Abschussliste.

Solange Arbeitnehmer noch gesetzlichen Schutz genießen, werden Strategien unterhalb oder neben den gesetzlichen Schutzechten gesucht, vielfach auch soziale Pranger im Betrieb geschaffen.

Wir haben diesmal auch Vertreter der die Arbeitgeberinteressen vertretenden Anwaltschaft, Vertreter/innen der Gerichte und auch Vertreter/innen der Staatsanwaltschaft eingeladen und sind gespannt, wer von dort sich mit den Berichten aus den Betrieben ohne Berührungsangst stellen wird.

 

 

 

Veranstalter:
ver.di Stuttgart; Betriebsseelsorgen der Region mittlerer Neckar; DGB Stadtverband Stuttgart; „work-watch“ (Brennpunkt Betrieb, unterstütztdurch die Wallraff-Stiftung)


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