Deutscher Gewerkschaftsbund

29.11.2018

Stuttgart: „…Vom Widerstand zum Aufbruch!“

Festveranstaltung: 100 Jahre Acht-Stundentag

Festveranstaltung: 100 Jahre Acht-Stundentag

Vor 100 Jahren beendete die Streikbewegung revolutionärer Soldaten und ArbeiterInnen das Massensterben und die Not im Ersten Weltkrieg. In der Novemberrevolution 1918 konnten sie wichtige demokratische Rechte erkämpfen. So wurde das Frauenwahlrecht, wie das Recht zur Bildung von Betriebsräten und der Acht-Stunden-Tag erreicht. Über ein halbes Jahrhundert währte der Kampf für Arbeitszeitverkürzung und erst im Zuge der Revolution konnte der Acht-Stundentag durchgesetzt werden.

Im November 1918 beschloss der Rat der Volksbeauftragten die Anordnung für die Einführung des Acht-Stundentags. Ein großer Fortschritt, betrug doch die tägliche Arbeitszeit zu Zeiten der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert meist zwischen 12 bis 14 Stunden.

Doch der Acht-Stundentag war und ist auch nach wie vor umkämpft und wird immer wieder von Kapitalseite wie Politikern massiv angegriffen.

Als gesetzlich verankerte Norm ist er von unschätzbarem Wert für die Gesundheit der abhängig Beschäftigten. Er war, wie auch die Durchsetzung der Fünftagewoche, ein wichtiger Meilenstein im Kampf um Arbeitszeitverkürzung und ein besseres Leben.

Wir möchten mit euch 100 Jahre Acht-Stundentag feiern, diese Errungenschaft würdigen und die historischen Ereignisse dieser Zeit begreifen. Wir möchten aber auch den Blick in die Zukunft richten und weitere Schritte für kürzere Arbeitszeiten andenken.

Referent: Frank Deppe, Professor für Politikwissenschaft
Kultur: MARBACHER Songgruppe

Bilder und Mitschnitte von der Veranstaltung

Grußwort des stv. DGB-Stadtverbandsvorsitzenden Norbert Heckl im Rahmen der Festveranstaltung 100 Jahre Acht-Stundentag. Er gibt einen kurzen Ausblick auf die Entwicklung bis zur heutigen Sozialpartnerschaft

Im Zuge Novemberrevolution 1918 wurden bis heute wichtige demokratische Rechte erkämpft, darunter auch der Acht-Stunden-Tag.
Der bekannte Politikwissenschaftler Prof. Dr. Frank Deppe skizziert die verschiedenen Erwartungen und warum alles so kam, wie es kam.


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