Deutscher Gewerkschaftsbund

Antisemitismus, Pro‐Israelismus, Erinnerungspolitik: Kontroversen und Widersprüche

Aalen: Die "Neue Rechte" und die Juden

Referent: Dr. Marcus Funck

iCal Download
Größere Karte anzeigen © OpenStreetMap-Mitwirkende

Mit der AfD ist eine in Teilen völkisch ausgerichtete rechte Partei in die Parlamente eingezogen. Ihr völkischrechtsradikaler Flügel ist eng mit der 'Neuen Rechten' verwoben. Deren Verhältnis zu Juden in Deutschland und Israel ist höchst widersprüchlich. Sie nimmt für sich in Anspruch, antisemitischen und rassistischen Ideologemen abgeschworen zu haben. Zwar erkennt sie die gleichberechtigte Vielfalt von Völkern und Nationen, allerdings konstatiert sie zugleich deren prinzipielle Unvereinbarkeit.

Folglich fordert sie „Entmischung“ und scharfe Abgrenzung entlang ethnischer und nationaler Linien. Weiterhin stellt sie den Grundkonsens der bundesrepublikanischen Vergangenheitspolitik zum Gedenken und Umgang mit Nationalsozialismus und Holocaust prinzipiell in Frage. Und schließlich zeigt sie ein zutiefst ambivalentes Verhältnis zu Israel als jüdischem Staat auf.

Wie lassen sich also diese Orientierungen der 'Neuen Rechten' einordnen? In welchem Verhältnis stehen sie zu klassischen antisemitischen Positionen der radikalen Rechten? Und was bedeutet dies für in Deutschland lebende Juden?

Dr. Marcus Funck, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Studiengangsleiter am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin, hat sich intensiv mit dem Entstehen der "Neuen Rechten" und ihren Beziehungen zur AfD befasst.

Mittwoch, 19. Dezember 2018

19:00 Uhr

Volkshochschule Aalen, Paul‐Ulmschneider‐Saal, Torhaus, Gmünder Str. 9

Eintritt: 5,‐ €


Nach oben

Zuletzt besuchte Seiten