Deutscher Gewerkschaftsbund

Aktuelle Wanderungsbewegungen rechter Ideologeme in die Mitte der Gesellschaft

Aalen: Extremismus der Mitte

Referent: Helmut Kellershohn

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Seit längerem schon lässt sich beobachten, wie in der Öffentlichkeit nationalistisches, autoritäres und rassistisches Gedankengut und entsprechende Begrifflichkeiten wieder sagbar werden, im Alltag wie auch auf der großen politischen Bühne. Das Markenzeichen des Rechtspopulismus ist ein Kulturkampf, der sich auf den vermeintlichen Volkswillen beruft, um sich als Alternative gegen eine pauschal als dekadent diffamierte Elite und eine angeblich linksliberal dominierte öffentliche Meinung in Stellung zu bringen.

Rechtspopulisten machen hier Gegenangebote, indem sie völkische und restaurative politische Lösungen propagieren und bestehende Abstiegsängste auf „Überfremdung“ und „Bevölkerungsaustausch“ zurückführen.

Das Volk im ethnischen Sinne soll wieder im Mittelpunkt stehen, die Identifikation mit der Nation zum obersten Wert werden. Die Zeit soll zurückgedreht werden, damit alles wieder „gut“ wird.

Sozialpolitische Fragen, die in Wirklichkeit etwas mit der sozialen Unsicherheit im real existierenden Kapitalismus zu tun haben, werden so zu kulturellen umgedeutet.

Der Historiker und Rechtsextremismusforscher Helmut Kellershohn ist Gründungs‐ und Vorstandsmitglied es Duisburger Instituts für Sprach‐ und Sozialforschung (DISS).

Montag, 14. Januar 2019

19:00 Uhr

Volkshochschule Aalen, Paul‐Ulmschneider‐Saal, Torhaus, Gmünder Str. 9

Eintritt: 5,‐ €


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