Deutscher Gewerkschaftsbund

Corona im Kapitalismus

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Eine Diskussionsveranstaltung Über eingreifende Politik im digitalen Kapitalismus

Protest der Beschäftigten im Gesundheitswesen

DGB/Jörg Munder

Im März breitet sich ein neuartiges Corona-Virus pandemisch aus. Die Fachwelt der Virologen und Epidemiologen überzeugt nach und nach die Politik, soziale Kontakte zur Unterbindung der Ausbreitung einzuschränken, damit die Folgen für das Gesundheitswesen beherrschbar bleiben. Das passiert dann auch, mit den bekannten einschneidenden Konsequenzen.

Begleitet wird dieses staatliche Tun von öffentlichem Lob und Tadel: Dabei attestieren die einen den staatlichen Machern ein Dilemma zwischen Gesundheitsschutz und Schutz der Freiheit und spenden Durchgreifern wie Söder Zuspruch dafür, dass die Gesundheit bei ihnen an erster Stelle stehe. Andere klagen über die Folgen der staatlichen Politik. Ein „Grippevirus“ rechtfertige nicht die Einschränkungen der Freiheit bei der Betätigung im Privat- und Erwerbsleben. Vereint sind die verschiedenen Standpunkte im Wunsch nach einer baldigen Rückkehr zur „Normalität“.

  1. Diskutieren wollen wir erstens über Zweck und Mittel der staatlichen Seuchenpolitik.
  2. Zweitens wollen wir darüber diskutieren, was die Krise und ihre Bewältigung über den kapitalistischen Alltag verraten.

Vom Standpunkt der persönlichen Betroffenheit erscheint dieser, verglichen mit der Corona-Krisenlage, vielen positiv. Aber soll man ihn sich deshalb zurückwünschen? Wenn die zeitweise Unterbrechung der normalen Maloche Millionen in Existenznot bringt, wenn die erzwungene Häuslichkeit der Leute mit einer Zunahme familiärer Gewalt einhergeht, dann wird das schon seine Gründe in den Rollen haben, welche die meisten Leute in der marktwirtschaftlichen Normalität spielen.

Corona im Kapitalismus
10.12.2020, 19:00 Uhr
Willi-Bleicher-Haus,
Willi-Bleicher-Str. 20, 70174 Stuttgart


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