Deutscher Gewerkschaftsbund

Ausstellung: Die Würde des Lebens beschützen. Für eine Welt ohne Atomwaffen

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Dieses Jahr jährt sich zum 75. Mal der Atomwaffenabwurf auf Hiroshima. In Verbindung damit, dass der Stuttgarter OB Kuhn den Städteappell unterschrieben hat mit der Aufforderung an die Bundesregierung, dem Atomwaffen-Verbotsvertrag beizutreten, zeigen wir die Ausstellung „Die Würde des Lebens beschützen“ im Stuttgarter Willi-Bleicher-Haus

Demo Nu nukes, no wars

IPPNW

Im Jahr 2020 sind die Gefahren, die unsere Gesellschaft und unsere Zukunft bedrohen, nicht nur mikroskopisch klein wie das Virus, sie sind auch gigantisch groß, sichtbar und umso mehr vermeidbar – Atomwaffen stellen in Zeiten von militärischem Säbelrasseln und gekündigten Rüstungskontrollverträgen eine zunehmende Gefahr dar.

Am 7. Juli 2017 wurde bei den Vereinten Nationen ein Abkommen zum Verbot von Atomwaffen beschlossen. Der Vertrag erkennt die katastrophalen, humanitären und ökologischen Folgen des Einsatzes von Atomwaffen an und verbietet deren Besitz, Herstellung, Handel und Forschung.

Der Kampagne ICAN (International Campaign to Abolish Nuclear Weapons), die das Abkommen entwickelt hat, wurde noch im selben Jahr der Friedensnobelpreis verliehen.

Laut der letzten YouGov-Umfrage aus dem Jahr 2019 unterstützen 69 % der Deutschen ein solches Verbot von Atomwaffen. Die Bundesregierung lehnt den Vertrag jedoch bislang ab. Jüngste Bestrebungen zum Kauf neuer atomwaffenfähiger US-Kampfflugzeuge und die Erneuerung der in Deutschland stationierten Atomwaffen verschärfen die Gefahr.

Auf der Strecke bleiben das humanitäre Völkerrecht und das Recht der Menschen auf Frieden – ganz abgesehen von den hierfür geplanten immensen finanziellen Aufwendungen, die dringend z.B. im sozialen Bereich gebraucht werden.

Der ICAN-Städteappell ist ein weltweites Bündnis von Städten, das die Stimme der Menschen stärkt und die Regierungen auffordert, dem Verbotsvertrag beizutreten. Fritz Kuhn, Stuttgarter Oberbürgermeister, unterschrieb am 1. Februar 2020 diesen Appell an die Bundesregierung, wie bereits 88 deutsche Kommunen, 4 Bundesländer und mehrere Landkreise. Das hat Signalwirkung, da in der US- und NATO-Kriegszentrale EUCOM in Stuttgart-Vaihingen u.a. die US-Atomwaffen in Europa befehligt werden.

Gerade in diesen Zeiten, in denen die Weltgemeinschaft durch Pandemie und zunehmende Militarisierung bedroht wird, braucht es mehr denn je Solidarität und Zusammenarbeit, aber auch Aufklärung über Hintergründe und Perspektiven.

„Wir appellieren als Menschen an Menschen: Erinnert euch an eure Menschlichkeit und vergesst den Rest.“

Russell-Einstein Manifest, 1955
Verfasst und unterzeichnet von führenden Wissenschaftlern und Intellektuellen mit dem Ziel, der Menschheit die Gefahren eines Atomkrieges vor Augen zu führen

Ausstellung im Stuttgarter Willi-Bleicher-Haus

Vom 8. Juli 2020 (Jahrestag des UN-Beschlusses zum Atomwaffenverbotsvertrag) bis zum 6. August 2020 (Jahrestag des Abwurfes der Hiroshimabombe) ist daher im Gewerkschaftshaus die Ausstellung „Die Würde des Lebens beschützen. Für eine Welt ohne Atomwaffen“ zu sehen. Die Ausstellung klärt über die Gefahren im historischen Kontext auf, informiert über die vielfältigen Möglichkeiten zur wirkungsvollen Abrüstung und motiviert, die Bestrebungen für den Frieden zu unterstützen.

In Stuttgart gibt es bereits eine lebendige Bewegung für den Frieden. Lassen Sie uns gemeinsam die Zukunft gestalten, in der wir friedlich und solidarisch zusammenleben können!

Ausstellung „Die Würde des Lebens beschützen – Für eine Welt ohne Atomwaffen“
08.07.2020 bis 06.08.2020

Willi-Bleicher-Haus,
Willi-Bleicher-Str. 20, 70174 Stuttgart

Öffnungszeiten: montags bis freitags 8:30 bis 17:00 Uhr

Ausstellungseröffnung: Dienstag, 7. Juli 2020, 19:00 Uhr

(Einlass ab 18.30h)
Mit Redebeiträgen von:
Leni Breymaier (SPD-MdB, ehemalige ver.di Landesvorsitzende)
Philipp Vollrath (DGB, Vorsitzender Stadtverband Stuttgart)
Leonie Wanner (ICAN Deutschland, Friedenswerkstatt Mutlangen)

Musikalische Begleitung:
Marie Louise (Sängerin und Songschreiberin)
begleitet von Zura Dzagnidze (Gitarre)


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